
Die Hundeabteilung der JGV-Rhön-Vogelsberg e.V. Fulda
besteht seit vielen Jahrzehnten und war bis Ende der 80er Jahre für überdurchschnittlich gut ausgebildete und auf Prüfungen bzw. in der Jagdpraxis bewährte Vorstehhunde aller Rassen bundesweit bekannt. Der Niederwildbesatz gestattete die Ausrichtung gut frequentierter Prüfungen. Im Fuldaer Land wurden Deutsch-Drahthaar, Deutsch-Kurzhaar, Griffon, Pudelpointer und Weimaraner gezüchtet und im Vergleich mit anderen Vorstehhunderassen vorgestellt.
Das Verbot der Arbeit hinter der lebenden Ente bei Herbstzucht- und Verbandsgebrauchsprüfungen durch die hessische Landesregierung traf alle Jagdhundeleute hart. Vollschonung der Rabenvögel, veränderter Anbau in der Landwirtschaft und andere Faktoren führten zu einem starken Rückgang des Niederwildes, vor allem des Rebhuhns. Zwar wies das Fuldaer Land nie den Niederwildreichtum der Wetterau oder anderer südhessischer Gegenden auf, doch die Hasenstrecken der stattfindenden Treibjagden waren ordentlich und die Hunde hatten übers Jahr hin viel Gelegenheit, ihre Fähigkeiten unter Beweis zu stellen. Mit dem Rückgang des Niederwildes veränderte sich auch die Situation der "Allrounder" unter den Jagdhunden - die Nachfrage nahm ab. Das Können anderer Hundeschläge ist derzeit gefragt: Der teilweise explosionsartige Anstieg der Schwarzwildpopulation und damit auch der verursachten Schäden in Wiesen, Maisschlägen, Getreide und Rapsanbau fordert den Einsatz von Stöberhunden (Wachtel, Jagdterrier u. a.), die in erster Linie von Zuchtverbänden gefördert, geprüft und oftmals als Meute zu den jagdlichen Einsätzen vermittelt werden. Hierzu finden Sie nachstehend eine Adressenliste der Nachsuchegespanne.
Die JGV-Rhön-Vogelsberg e. V. Fulda bietet die Durchführung der verschiedenen vom Jagdgebrauchshundeverband vorgesehenen Prüfungen an, sowie eine vom Gesetzgeber zur Erlangung der Brauchbarkeit notwendige Jagdeignungsprüfung.



